18/19 PORTRAIT memo-media.de KULTUR FÜR WIRKLICH ALLE Veranstaltungsplanung Table Top ets Veranstaltungstechnik Zeltanlagen Mietmöbel Veranstaltungstechnik Eventdokumentation VON ANDREAS SCHÄFER Ihre Grundphilosophie ist einfach, Kunst und Kultur soll für jeden Menschen zugänglich sein: Lisette Reuter spricht lieber von »access« als von Barrierefreiheit. Das Wort klingt ihr zu technisch. Ihr geht es auch um die Haltung dahinter. Ihre Lebensaufgabe heißt, Kunst und Kultur von allen Seiten für alle zugänglich zu machen. Lisette Reuter hat ursprünglich Sonderpädagogik studiert. Ihr Vater hatte 1984 eines der ersten Theaterfestivals für Menschen mit Behinderung in Koproduktion mit der Heilpädagogischen Fakultät an der Uni Köln aufgebaut. Das waren Theaterfestivals für Laienkünstler:innen, für Schulgruppen, die dort eine Plattform geboten bekamen, um auftreten zu können. Ein großes Festival, das über Jahrzehnte lief. Kein Wunder, dass ihr trotz ihres sonderpädagogischen Studiums schnell klar wurde, dass sie keine Lust hatte, in einem engen System als Lehrerin an einer Schule zu arbeiten. Also schloss sie noch ein Diplom-Pädagogik-Studium ab. Durch Zufall hat sie dann sieben Jahre lang für einen Kölner Verein EU-Projekte zur Förderung von jungen Künstler:innen in ganz Europa durchgeführt. 2013 ging es zurück zu den Wurzeln. Und so entstand das Projekt Un-Label in Köln. Foto: Michael Bause »Jeder Mensch hat das Recht, sich künstlerisch auszudrücken, und jeder hat ebenso das Recht, Kunst und Kultur zu rezipieren.« So arbeitet und kämpft Un-Label dafür, dass sich vor allem auch politisch und gesellschaftlich etwas verändert, dass Kunst und Kultur für alle, die es möchten, zugänglich wird, und dass von kultureller Teilhabe wirklich niemand ausgeschlossen ist. Das ist zwar eigentlich in Deutschland schon gesetzlich als Anspruch verankert, aber es geht in der Praxis und Realität zu oft nicht über den Anspruch hinaus. Lisette Reuter geht es darum, dass sich das Mindset verändert: »Ich bin davon überzeugt, dass Kunst und Kultur eine Brückenfunktion in unserer Gesellschaft haben. Dass wir den Luxus im Kunstund Kulturbereich haben, alles auszuprobieren und ein Stück weit auch zu zeigen, vielleicht auch in Utopien, wie Gesellschaft auch
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