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showcases 2019-03 - Fokus Tanz

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Ja, wenn sie tanzt... Tanz ist der neue Trend, Tanz begeistert immer mehr Menschen, wird immer häufiger wieder auf den Bühnen aufgeführt und ein immer wichtigeres Thema auch beim Eventmarketing. showcases nähert sich diesem Thema wie gewohnt von ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten, geht auf die Geschichte ein, stellt Akteure vor und klärt Begriffe. Außerdem stellen wir im Portrait Hazel Brugger vor. Und die Talking Heads beraten über Kreativität.

08/09 FEATURE

08/09 FEATURE memo-media.de Anita Berber verhexte das expressionistische Berlin Tanz ist die archaistischte unserer Kulturformen. Es reicht der eigene Körper. Weder Schrift noch Sprache, noch Leinwand, Bühne oder Werkzeug sind vonnöten, sich auszudrücken. Bis in die Jetztzeit fasziniert der Tanz: ob Maori-Haka, das Bolschoi oder die triumphierenden Moves aus dem Computer-Game Fortnight auf dem Schulhof. Tanz hat aber immer auch besondere Menschen angezogen, die aus diesem etwas ganz Besonderes machten. Ob der Choreograf Alvin Ailey, der den Emanzipationsbestrebungen der schwarzen Bewegung Selbstbewusstsein und eine Ästhetik gab, die kokainsüchtige Anita Berber, die das expressionistische Berlin verhexte, oder die zutiefst humanistische und 2009 verstorbene Philippine »Pina« Bausch, die mit ihrem tollen Ensemble das Leben in seiner Gänze erforschte. Ihr Werk wird in einem internationalen Zentrum in Wuppertal fortgeführt werden. Das ist gut so, denn keine Kunstform ist so flüchtig wie die des getanzten Ausdrucks. Bewegte Körper

memo-media.de Eiji Takeda tanzt im Chaostehorie-Stück »Butterfly Tales« von Andrea K. Schlehwein DIE WIEDERBELEBER Dass Konservatorisches durchaus seinen Reiz hat, zeigt das Theater der Klänge im Bauhausjahr 2019 mit einer Wiederbelebung des »Lackballets« von Oskar Schlemmer aus dem Jahr 1941. Dieses letzte Bühnenwerk des ehemaligen Bauhausmeisters wird in der Fassung des Theaterensembles eine Collage aus Tanz, farbenprächtigen Kostümen, interaktiven Videos und ebenso interaktiver aktueller elektronischer Musik. Eine Spezialität der Düsseldorfer Compagnie seit 2005. Schlemmer konnte das Werk in Wuppertal im geschützten Rahmen aufführen, obwohl er bei den Nazis als »entarteter« Künstler galt. 2019 ist das Werk eine zeitgenössische Kunstaktion, wie auch ein Tanzkonzert von Lackfigurinen im Bühnenmittelpunkt. Das Theater der Klänge hat eine lange Erfahrung mit solchen künstlerischen Vermengungen diverser Disziplinen. Es arbeitet in Düsseldorf-Pempelfort in eigenen Werkstätten. Gegründet wurde es 1987 und hat seitdem mit 27 Produktionen 100.000 Zuschauer bei 600 Aufführungen angelockt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Rotterdam, Paris, Avignon, Tel Aviv, Moskau oder New Delhi. Hörbücher, Fernsehausstrahlungen und ein Spielfilm gehören zu den weiteren Ausdrucksformen des Ensembles um Gründer J.U. Lensing. Cheng Cheng Hu als Schlemmersche Bühnenfigurine im »Lackballett« des Theater der Klänge Fotos: Wikipedia, andreakschlehwein.com/Nina Hader, Thomas von der Heiden

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