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showcases 2019-03 - Fokus Tanz

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Ja, wenn sie tanzt... Tanz ist der neue Trend, Tanz begeistert immer mehr Menschen, wird immer häufiger wieder auf den Bühnen aufgeführt und ein immer wichtigeres Thema auch beim Eventmarketing. showcases nähert sich diesem Thema wie gewohnt von ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten, geht auf die Geschichte ein, stellt Akteure vor und klärt Begriffe. Außerdem stellen wir im Portrait Hazel Brugger vor. Und die Talking Heads beraten über Kreativität.

10/11 FEATURE

10/11 FEATURE memo-media.de DIE GEBURTSTAGSKINDER Das Hong Kong Ballett feiert seinen 40 Geburtstag mit einem irren Video Schön getanzt wird aber auch woanders. Das Hong Kong Ballett feiert heuer seinen 40-jährigen Geburtstag. Die internationale Truppe mit ihren 50 Tänzerinnen und Tänzern ist schon in den USA und in Europa aufgetreten und hat sich der klassischen Ausprägung des Tanzes verschrieben. Zum Geburtstag gab es ein pastell- bis neonfarbcodiertes Video, das weltweit zum viralen Hit wurde. Ein Beispiel, wie gelungenes Marketing auch für eine eher konservative Kulturform funktioniert. Der künstlerische Leiter Septime Webre und die Washingtoner Agentur Design Army entwickelten den unendlichen Spaß, der Tradition und Moderne in Einklang bringt, gemeinsam. Bevor Webre nach Hongkong kam, war er lange Jahre in DC als Artistic Director des Washington Ballet unterwegs. Daher der kreative Marketingkontakt. So springen Kung-Fu-Kampfballerinas auf Hongkonger Stadtringplätzen über pompöse chinesische Omas bis hin zu den Hip-Hop-Pirouetten vor majestätischen Wahrzeichen. Das Video vereint wilde Laune und immer wieder Unerwartetes. künstlerische Nest verließ und sich auf Dauer selbstständig machte. Sie ist seit vielen Jahren Choreografin, Künstlerin, Kuratorin und Galeristin am Millstätter See, wo sie zusammen mit ihrer Lebensgefährtin ihre Homebase gewählt hat. Im Sommer 2019 werden sie dort übrigens Achim Freyers Werke ausstellen. Manche Geraden outen sich dann doch noch als Kreis. Bis dahin ist Andrea K. Schlehwein mit den Proben für ihre neueste Tanzproduktion »Butterfly Tales« beschäftigt. Die Tänzer Jye Hwei Lin, Unita Gay Galiluyo und Eiji Takeda kommen aus Taiwan, Japan und von den Philippinen. Schlehwein öffnet auch abseits der Metropolen ihr eigenes Fenster zur Welt, durch das sie außerdem gerne selber steigt. Seit 2012 ist sie teilweise mehrmals im Jahr in Korea für diverse Festivals mit Eigenproduktionen aus dem von ihr geleiteten Künstlerkollektiv NETZ- WERK AKS zu Gast. An der Korea National University of Arts war sie von 2012 bis 2018 Honorarprofessorin für Dance Creation und Choreografie. GAGA IN TEL AVIV Die Batsheva Dance Company in Tel Aviv ist ein gern gesehener Gast auf Festivals in aller Welt. Die Geschichte Israels im 20. Jahrhundert ist eine Geschichte der Verfolgung wie die der modernen Kultur. Baroness Batsheva de Rothschild, die Tochter des Barons Edouard de Rothschild, floh mit ihrer Familie vor den Nazis nach New York, wo sie die Bekanntschaft der Modern-Dance- Choreografin und großen Pionierin Martha Gra- DIE SELBSTBESTIMMTE Die Wahlösterreicherin Andrea K. Schlehwein ist eine willensstarke Frau. Ihren Nachnamen änderte sie einfach mal in den ihrer Urgroßmutter. Sie stammt vom Niederrhein, wuchs in Japan auf und pendelt heute zwischen Kärnten und Korea. Viele Jahre gehörte sie als Tänzerin und später auch als Choreografin dem Ensemble des um die Welt inszenierenden Regiegroßmeisters und Malers Achim Freyer an, bevor sie dieses sichere

memo-media.de Ohad Naharin studierte noch bei Martha Graham und leitet die Batsheva Danc Company seit 1990 Fotos: Design Army/Dean Alexander, andreakschlehwein.com/Sang Hoon Ok, Ascaf, Ilya Melnikov, Rudi Ueberall ham machte. Anfang der Sechziger des vorigen Jahrhunderts ging sie dann nach Israel. Sie holte die Graham nach und gründete mit ihr 1964 die Company. Die Baroness gab den Namen und stiftete das Geld, Martha übernahm den zentralen Part der künstlerischen Leitung. Seitdem ist Tel Aviv von der Weltkarte des Tanzes nicht mehr wegzudenken. Beim Bau des Potsdamer Platzes 1996 in Berlin spendierte die damalige Daimler- Benz AG die spektakuläre Produktion »Anaphase« vor 4.500 Zuschauern auf der Großbaustelle im märkischen Sand. Dabei kooperierte der Autobauer aus Stuttgart mit dem damaligen Kreuzberger Hebbel Theater (heute HAU). Hochkultur war damals ein gefragter Content von Spitzenevents. Der Tänzer und Choreograf Ohad Naharin studierte noch bei Martha Graham und leitet die Company nun seit 1990. Er kam übrigens erst mit 22 Jahren und sehr wenig Erfahrung zum professionellen Tanz. »GAGA« ist die Körpersprache Naharins für seine Profis, aber auch für Jede und Jeden. Sie hat er als Erfahrung von Freiheit und Vergnügen entwickelt. Diese Körperarbeit verbessert die instinktive Bewegung und verbindet die bewusste mit unbewusster Bewegung. Prinzen, Elfen und Schwäne sind bei der Batsheva Dance Company eher nicht zu erwarten. DER EMANZIPATOR Prinzen, Elfen und Schwäne sind auch beim Breaking nicht zu erwarten. Auch Breakdance genannt, ist dies die emanzipatorischste Form des Tanzes, weil er diesen aus den heiligen Sälen auf die Straße geholt und dort geerdet hat. Ein wichtiger Protagonist in Deutschland ist der geborene Kosovare Lil Amok. Natürlich ein »battle name«. Aufgewachsen ist der mit zwei Jahren nach Deutschland gekommene Adnan in Celle. Im Alter von acht Jahren begann er mit dem Breaken, mit zwölf kämpfte er schon gegen die ganz Großen. 2016 drehte er einen Werbespot für VW in Amerika und ging von Niedersachsen nach Berlin, um die Metropole zu erobern. Ballett wäre für ihn nichts gewesen. Zu ruhig. Breakdance hat für ihn einfach alle Facetten: Musikalität, Akrobatik, das eigene Körpergefühl. Inzwischen hat er Hunderttausende Follower. Er ist Mitglied der viermaligen Weltmeistertruppe Flying Steps, hat aber auch noch seine eigenen Auftritte analog wie digital. So hat er auch sein eigenes Merchandising. Seit zwei Jahren macht er zur Unterstützung der Atemtechnik und zum Runterkommen Yoga. Sein Lieblingsmove ist der »Airflare«, das ist so ein Helikopter auf den Armen, bei dem man von einer Hand auf die andere springt – und das halt im Kreis. Mit dem Breaking hat er sein Selbstbewusstsein wie seine eigene Ausdrucksform gefunden. Breakdance hat nicht nur sein Leben verändert. Tanz spielt sich überall ab. Vom Ballettsaal in Hongkong bis zu den Battles auf den Straßen Berlins. Tanz ist äußerst kommunikativ. Tanz ist vielfältig wie die Menschen, die ihn sich ausdenken und betreiben. Der Tanz bringt besondere Menschen hervor, die sich mit ihren Körpern immer schnell verständigen können. J.U. Lensing macht das in Düsseldorf. Septime Webre in der ehemaligen Kronkolonie. Andrea K. Schlehwein lädt sich die Welt nach Kärnten ein. Ohad Naharin tourt diese ganze Welt und Lil Amok macht gar die Straße zur Weltbühne. Dance is everywhere: from ballet halls in Hong Kong to the Battles in the streets of Berlin. Dance is extremely communicative, dance is as multifaceted as the people who create and perform it. Dance brings forth special people who are capable of always communicating rapidly with their bodies. That's something J.U. Lensing does in Düsseldorf, and Septime Webre in the former crown colony. Andrea K. Schlehwein invites the entire world to Carinthia, Ohad Naharin tours the entire world, and Lil Amok converts the street into a global stage. INFO Alle Kontaktdaten finden Sie auf www.eventbranchenverzeichnis.de

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