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showcases Teambuilding (01 / 2016)

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showcases 1-16: Teambuilding ist der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe. Da wird gekocht, gesungen und getrommelt, gelacht und mitgefiebert. Wir stellen ganz verschiedenen Aktionen und Akteure vor und zeigen auf, wie unterschiedlich man sich dem Thema nähern kann. Außerdem gibt es die große Kulturbörsen-Preview mit der Vorstellung aller Nominierten und des Artisten des Varieté-Abends. Und endlich treffen wir unsere Artisten-Novizen der Staatlichen Artistenschule Berlin vor. Tim und Luzie sind echt gross geworden und wir freuen uns, ihren Weg begleiten zu dürfen. Das Glossary stammt diesmal aus der Feder von Theaterfachfrau Johanna Schall. Im Portrait widmen wir uns der Berliner Volksbühne und im Best Case heizt das Theater Feuervogel ein. Der Services-Artikel wurde von Norwin Kandera von der Agentur Onliveline zum Thema Teambuilding verfasst und der Technical Rider befasst sich mit der Thematik der Lichtsteuerungen und in einem zweiten Artikel mit Kleinmembran-Mikrofonen.

12/13 Glossary Anfänger

12/13 Glossary Anfänger Die Anfänger, die Schule noch unausgeschwitzt, intensiv, enthusiasmiert und berückend ahnungslos, stolpern sie in den deutschen Stadttheateralltag. Die Jungs haben fehlende Hemdknöpfe, kaputte Schuhe, die Mädchen einen individuellen Kleidungsstil und klare Haut. Sie sind immer pleite, was Wunder bei 1.650 Euro Anfängergage. Sie initiieren verrückte Nachtprogramme, ernsthafte Ensembleversammlungen und die Musik zu Premierenfeiern, bei denen sie länger tanzen und trinken als die Alten, mit einer Ausnahme, zu der ich später komme. Kindersolmemo-media.de Wir können auch anders Es lohnt sich zwar immer über den Tellerrand zu schauen, für Eventmenschen lohnt der Blick ins Theater aber besonders. Der kommt nämlich im Businessalltag mal gerne zu kurz. Im Theater wurde nämlich nicht nur die Inszenierung zur Kunst entwickelt, sondern man weiß dort auch sehr viel über Teams, Teamwork und Teambuilding. Das Theater ist ein hervorragendes Studienobjekt, um die Tücken der Teamarbeit herauszufinden. Deshalb haben wir die Theaterfachfrau Johann Schall befragt, wie es dort so aussieht. Die dortigen Rollenfächer kann man nämlich ebenso wie die dortigen Fallstricke auch in ganz anderen Branchen wiederfinden. »Teambuilding – im Theater heißt das Ensemble «, so die Regisseurin. Ensemble Ein Ensemble, was ist das bloß? Das Ergebnis pragmatischster Besetzungsnotwendigkeiten, eine Zusammenrottung ganz eigener Seelen und Temperamente. In DDR-Zeiten war es eine Gruppe, die manchmal unvorstellbare 40, 50 Jahre gemeinsam verbrachte. Heute gibt es zwar noch ein paar Lebenslängliche, aber die meisten wandern von Stadt zu Stadt, zwei, drei Jahre, dann auf ins nächste Engagement oder freischaffend ins Gelobte Land Berlin, die Stadt der Undercover-Schauspieler. »Ich sehe nur wie ein Kellner aus, aber in Wirklichkeit ...« Individuen Äußerlich eine Gruppe von Individuen, die für einige Zeit geographisch und emotional aufeinander geworfen wird und – den Erfordernissen der dramatischen Literatur entsprechend – eine spezifische Zusammenstellung hat. Rollenfächer sind offiziell ab geschafft, aber auch wenn nicht mehr »jugendliche Naive« draufsteht, besetzt wird doch danach oder halt dagegen. Rollenfächer Held, schwerer Held, jugendlicher Liebhaber, Charakterspieler, Intrigant, Bonvivant, Väterdarsteller, Komiker, Naturbursche; komische Alte, Mütterdarstellerin, Heroine, Intrigantin, Charakterspielerin, Salondame, Femme fatale, jugendliche Liebhaberin, Sentimentale, Naive. Denken wir noch den jugendlichen Asozialen plus weiblicher Variante und den Psychopathen mittleren Alters dazu, fertig ist das Stadttheaterensemble. Konfiguration Ich habe um die dreißig Ensembles kennengelernt, und es scheint mir, als hätten sie alle, zumindest die funktionierenden, auch eine nicht unähnliche innere Konfiguration. Unterschiedliche Biographien, Talente, Arbeitsweisen, Empfindlichkeiten, Ambitionen gruppieren sich zu einer Art funktionierenden dysfunktionalen Familie auf Zeit. Foto: Beate Nelken

daten für die gute Sache. Der Sprung vom behüteten Studium in die Qualitätsschwankungen des Theateralltags kann zu harten Aufschlägen führen und manche verschwinden danach für immer im Meer der Freischaffenden. Sie zu behüten, sollte die vornehmste Aufgabe der Gruppe sein. Wie hat Cat Stevens gesagt: »The first cut is the deepest.« Casanova Der Ensemble-Casanova schwingt um die Vierzig, ist oft ein guter Spieler, lebt entweder junggesellig in spartanischer Einzimmerwohnung oder hat eine Ehefrau, die nie im Theater auftaucht. Er ist der, der die Premierenfeiern bis zum Letzten ausreizt, immer auf der Spur der nächsten Eroberung. Die Anfänger – sein Jagdwild. Proben können anstrengend sein, wenn sie in den Zeitraum der Beendigung eines solchen Verhältnisses fallen. Wenn die neuen Absolventen kommen, beginnt die neue Saison. Der Seriöse Der »Seriöse« liest, malt, versenkt sich in die großen Denker oder fernöstliche Religionen. Sein mildes Zen in der Hektik einer Hauptprobe kann dich in den Wahnsinn treiben. Er weiß mehr als seine Kollegen, was nicht unbedingt heißt, dass er besser spielt. Sein weibliches Äquivalent ist oft geschieden oder Single und begeistert sich für Esoterik, Horoskope, Mondphasen. Bei den besten Vertretern dieser Gruppe führt das zu großer Ernsthaftigkeit dem Beruf gegenüber aus einer gewissen Ruhe heraus. Sie geben Acht auf die Jungen und sind neugierig auf die Regisseure und Kollegen, die wechselnde Intendanten in ihr Haus spülen. Der Prophet wartet halt auf den Berg. Die unerfreulicheren Fälle sind bequemliche Alleswisser, die langes Engagement mit einer Form von feudalem Hausherrenrecht verwechseln. Sie sind die Pest. Nörgler und Zyniker ohne Theaterliebe, aber mit der Fähigkeit, durch leises Murmeln Proben in Nahkämpfe zu verwandeln. BOOKING@KKCB.DE I WWW.KKCB.DE I 0151 - 64 96 78 04 We create amazing experiences Die Alten Und dann die Alten, der Mörtel, die Schlusssteine eines Theaters. Sie haben viel erlebt, ertragen. Aber die unter ihnen, die nicht aufgegeben haben, sind eine Freude, ein Schatz, Lehrer ohne Hochmut, Clowns trotzalledem. Johanna Schall certainly has theater blood in her veins. Her parents were the actress and costume designer Barbara Brecht-Schall, who died just recently, and Ekkehard Schall, doyen of the East German theater scene. Her grand-parents were Helene Weigel and Bertolt Brecht. Her motto is »Teambuilding in the world of theater translates to ensemble«. In October she acted in the premiere of Dr. Faustus in Bremen, and she just recently attended rehearsals in Senftenberg for The Mousetrap by Agatha Christie. info Johanna Schall, 10115 Berlin Die Kontaktdaten finden Sie auf www.memo-media.de Creative Productions | High-Class-Showacts Special-Walkingacts | Special Effects | Bühnenkinetik Consulting Brand-Experience-Marketing www.lufttanz.com | info@lufttanz.com | +49 30 44 165 48

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