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showcases Schwerpunkt Musik 17 - 03

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Nietzsche war der Auffassung, dass das Leben ohne Musik ein Irrtum sei. Das Leben wäre auf jeden Fall langweiliger und Events würde die richtige Prise Gewürz fehlen. Musik ist die Kunstgattung, die die Menschen verbindet. Wir stellen Ihnen Acts vor, die mit Herz und Verstand musikalisch kommunizieren. Thomas Pigor gibt im Glossary einen Einblick in das Musikkabarett, in dem er so grandios praktiziert, ohne sich in eine Schublade stecken zu lassen. Und die Dresdner Wunderstimme aus dem gleichen Gewerbe, Anna Mateur, stellen wir Ihnen auch noch vor. Hoffen wir, dass die Musik auch weiter auf großen Festivalevents erschallen kann und dass der Fehlalarm beim „Rock am Ring“ das bleibt, was er war, ein Fehlalarm. Wenn wir friedlich zusammenleben wollen, brauchen wir gemeinsame Lieder. Aber showcases wäre nicht vollständig, wenn wir uns nicht um den Artistennachwuchs kümmern würden. Wir berichten vom Festival Mondial du Cirque de Demain in Paris und der neunten Young Stage Basel 2017. Und Pfingsten waren wir für Sie auch wieder beim Internationalen Kleinkunstfestival Usedom, wo wir uns der Verzauberung des Augenblickes hingeben konnten.

12/13 GLOSSARY

12/13 GLOSSARY memo-media.de Ach Kinder! Musikkabarett, ach Kinder, das ist wieder eine dieser Schubladen! Wieder einer dieser Begriffe, über den man sich streiten und endlose Debatten führen kann à la »Ist das Musikkabarett oder ist das nur Kleinkunst oder gar schon Chanson?« In der Praxis sieht es doch so aus: Künstler * machen die Kunst, die ihnen liegt und die sie für richtig halten. Am Anfang eines Programms steht doch nicht die Überlegung: Was ist Musikkabarett, wo sind die Grenzen, und welche Regeln gilt es zu beachten * ? Man muss sich zwar irgendwann selbst einordnen, spätestens, wenn man eine Genrebezeichnung auf sein Plakat schreiben muss, aber diese Einordnerei erfolgt nur unter Zwang. In ihrer Not formulieren dann so manche im Pressetext: »Er, sie oder sie passen in keine Schublade…«, »…sitzen zwischen allen Stühlen.« Naja. ERWARTUNGEN Gefressen habe ich jene Journalisten, die mit ihren Kategorien eigene, präzise Erwartungen verbinden und die sich dann in ihren Rezensionen darüber beschweren, wenn die Show nicht diesen Erwartungen entspricht. Wir haben versucht, diese Falle zu umgehen, indem wir eigene Begriffe erfunden haben: Salon Hip Hop oder Cool Cabaret. Das löst zwar Assoziationen aus, aber wir entgehen so den Definitionsfallen der Ober-Erbsenzähler. Bei aller Unschärfe, was macht Musikkabarett jetzt wirklich aus? Was ist uns gemeinsam, auf der Spielwiese zwischen Hagen Rether und Hans Liberg? Zwischen Anna Mateur und Martina Schwarzmann? Zwischen Sebastian Krämer und den Missfits? VERSTÄNDLICHKEIT Ich denke, eine Gemeinsamkeit ist, dass wir nicht zu den »Prima la musica«-Genres gehören. In der Oper oder im Pop ist der Text häufig zweitrangig oder auf Englisch oder beides. Die Stimme wird als Instrument behandelt * . Das spiegelt sich wider in der Art zu texten. Popmusik verlangt eine gewisse Einfachheit, Klarheit, Sanglichkeit * , was gar nicht so leicht herzustellen ist, wenn es nicht hakeln soll: wenig Silben, dazu silbengenau von Strophe zu Strophe und eine klare Botschaft, die auch Sechzehnjährige verstehen * . Im Musikkabarett darf man sich gewagte Spielereien und Brüche erlauben, man darf Fremdworte benutzen, und die Silben-Polizei hat Feierabend. Wir dürfen alle Musikstile verwenden, verhunzen, verjuxen, auch eine stilistische Geschlossenheit braucht es nicht, denn das Wort und die Performance halten alles zusammen. Die Unterschiede zu den reinen Musik- Genres spiegeln sich aber auch am Mischpult wider: Im Musikkabarett ist die Stimme nicht in den Sound eingebettet, sondern sie steht klar obendrüber. Textverständlichkeit über alles * . Fotos: Thomas Pigor

REINQUATSCHEN Eine weitere Charakteristik des Musikkabaretts ist, dass der Individualstil stärker ausgeprägt ist als anderswo. Die Art zu singen, die Art zu texten, die Art, Songs zu präsentieren – unter den Kollegen herrscht eine Bandbreite, die sehens- und hörenswert ist. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass viel weniger Leute reinquatschen als in den Genres mit Produktionsapparaten. Keine Produzenten, keine Redakteure, keine Intendanten, keine Komponisten von außen, die alle meinen zu wissen, wie es geht und die dazu neigen, Kanten abzuschleifen und mit ihren Bedenken und Ängstlichkeiten einen Sog in Richtung Konformität erzeugen. Der Kabarettist ist frei, solange er nicht im Fernsehen auftritt, und niemand steht zwischen ihm und seinem Publikum. Oft sind Textautor, Komponist und Interpret ein und dieselbe Person. KÖNIGSDISZIPLIN Und im Unterschied zu den reinen Wortkünstlern* haben wir Musikkabarettisten auch noch die ganze Formenpalette des Musiktheaters zur Verfügung: Melodie, Rhythmus, Lautstärken- und Tempovariationen. Den Wechsel vom Satirischen ins Poetische. Wir arbeiten mit Licht, Kostüm und Bühnenbild * , wir dürfen sogar tanzen! Die Grenzen zur Show sind fließend, wir dürfen alles, solange es uns und dem Publikum Spaß macht. Und wir müssen uns nicht mal ernst nehmen! Gibt es eine direktere Umsetzung des künstlerischen Willens, gibt es größere künstlerische Freiheit – und das bei einer riesigen Auswahl an Ausdrucksmitteln – als im Musikkabarett? Für mich ist Musikkabarett die Königsdisziplin! MIRROR ALIENS EXTRAVAGANTE WALK ACTS FÜR IHRE EVENTS GROSSE AUSWAHL & THEMENSPECIALS EST. 2003 BERLIN *Es gibt natürlich auch Ausnahmen. »Pigor singt – Eichhorn muss begleiten«, so heißt das Erfolgsrezept, mit dem Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn seit 1995 touren. Egal, ob es um maulende Rentner geht, um Uli Hoeneß oder schmerzhafte Zahnwurzelbehandlungen, alles verwandelt dieses Duo in Musik und macht sogar die Philosophie von Martin Heidegger tanzbar. Dabei ist Thomas Pigor eigentlich gelernter Chemiker. In dem Beruf hat er aber nie gearbeitet. Er ist Stammgast in der Berliner Bar jeder Vernunft und er komponiert und textet für den SWR seit Jahren das zeitgeschichtliche »Chanson des Monats«. by Jutta Bertrams »Pigor sings – Eichhorn must accompany«, has been the formula for success with which Thomas Pigor and Benedikt Eichhorn have been touring since 1995. Be it grumbling retirees, German soccer-legend-turned-tax-dodger Uli Hoeneß or painful root-canal treatments, the duo converts all this into music and even renders Martin Heidegger’s philosophy danceable. Thomas Pigor had originally studied to be a scientific chemist by trade, but he never worked in that profession. He’s a regular at Berlin’s renowned »Bar jeder Vernunft« and for numerous years has been composing and writing lyrics for the German SWR television channel’s modern-historical »Chanson of the Month«. INFO Thomas Pigor c/o Agentur Rampensau, 10827 Berlin Die Kontaktdaten finden Sie auf www.memo-media.de www.starlightshow.com starlight@starlightshow.com Tel: +49 (0) 7623 90 98 16 Showproduktionen Artist Management Moderation and more...

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