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showcases Schlager & Musik (03 / 2016 )

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Mit dieser Ausgabe von showcases leuchten wir mit Leidenschaft in die entfernten Winkel des Eventuniversums, um unbekannte Sterne zu entdecken oder bekannte von neuen Seiten kennenzulernen. Musik ist in dieser Ausgabe unser Trumpf und besonders haben wir uns den Schlager herausgesucht, ein sehr deutsches Phänomen, dass durchaus Spaß verspricht. Niemand Geringeres als der Meister selbst gibt uns Einblicke in seine besondere Schlager-Galaxie: Guildo Horn haben wir als Gastautoren für das Glossar gewinnen können. Dass der ESC auch in Sachen Nachhaltigkeit bestehen kann, berichtet uns Hildegard Aichberger vom ORF in einer Nachbetrachtung zum Green Eurovision Song Contest in Wien. Mit dem musikalischsten aller Kabarettisten, Thomas Pigor, holen wir uns auch eine Prise Tiefenschärfe, in diese schlagersüße angerührte Ausgabe. Und für alle die, die nicht nur konsumieren wollen, haben wir im Feature nicht nur die multikulturellen und frechen Ursprünge des Schlagers angetriggert, sondern auch noch die Erfinder des Rudelsingens® aufgetan. Und dann schauen wir wie jedes Jahr noch nach Usedom zum Kleinkunstfestival und zur Young Stage nach Basel.

08/09 FEATURE

08/09 FEATURE memo-media.de EIN BISSCHEN SPASS MUSS SEIN Die Schlager-Community mag nicht nur das »Schalala« oder »Hossa«. Sie mag auch Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder sonst was. Schon die frühe Schlager-BRD war tolerant und integrationsbereit. Der Jazz-Trompeter Billy Mo (aus Trinidad) bekam seinen Tirolerhut, Caterina Germaine Maria Valente (Italien) träumte mit ganz Deutschland zusammen in ganz Paris von der Liebe oder auch vom Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini. »Komm ein bisschen mit nach Italien« war damals die lockende Versuchung, mit dem Brezelkäfer den Gotthard wagemutig zu überschreiten. Roberto Blanco feiert die Leichtigkeit des Seins

memo-media.de Schräge Schlageroperette mit den Geschwister Pfister in der Komischen Oper Marianne Rosenberg ließ sich auch von Punk und NDW leiten Caterina Valente wurde schnell zum internationalen Jazz-und Schlagerliebling schwister Pfister nun einen solchen Schlagerschatz gehoben: »Clivia« von Nico Dostal und von dem von den Nazis verfolgten Charles Amberg. Die große Bühne hinter den Linden badet in flottem Gauchokitsch und einer gelungenen Travestie von Bruder Ursli Pfister als Titelheldin: Wunderbar wie nie ein Wunder war. Als geradezu prophetisch erwies sich 1933 das Lied »Man muss mal ab und zu verreisen«. Das kapitalismuskritische Werk ist ein munteres Stelldichein mit tanzenden Gauchos und seufzenden Hollywood-Diven und mit viel »Hooray« im fiktiven Andenland Boliguay. DER PUPPENSPIELER Fotos: Iko Fresse/drama-berlin.de, Robert Mair, Seregel, National Archives of the Netherlands (Anefo, licence CC-BY) Der 17-jährige blonde Dänenimport Gitte Hænning wollte ’nen Cowboy als Mann. Die unlängst verstorbene Corry Brokken sang von Milord oder von der Mitt-Sommernacht an der Bai von Brasil. France Gall bestieg musikalisch den Kilimandscharo. Schön war die Zeit! SCHLAGER ÜBERHOLT HOCHKULTUR Schlagerträume und Schlagerdramen (mit Happy End) gab es aber auch schon in der lockeren Weimarer Republik. Die Berliner Bühnen brachten Schlager- oder Jazzoperetten am laufenden Band. Gerne am Nollendorfplatz. Die Komische Oper (ebenso in Berlin) hat mit Intendant Barrie Kosky und den Ge- Kaum jemand steht für ununterbrochenen Schlagerspaß wie der in Tunis in eine kubanische Familie geborene und überzeugte Schwarze (Ehrenmitglied der CSU) Roberto Blanco. Er ist ein Perpetuum Mobile des Frohsinns und seit 1958 mit von der Partie. Vor Kurzem tat sich Blanco mit dem DJ- und Rapper-Duo Finger & Kadel zusammen und startete eine runderneuerte Interpretation seines 1972-er-Klassikers »Ein bisschen Spaß muss sein« mit einem Neuanstrich aus Electro und Hip- Hop. Ganz frisch hat er sich mit seinem österreichischen Kollegen Waterloo für die Neuaufnahme des Indianerschlagers »Brauner Bär und Weiße Taube« verblutsbrüdert. Der Song belegte bereits 1960 den ersten Platz in den amerikanischen Billboard Hot 100. Die deutsche Version mit Gus Backus war 57 Wochen in den Top 50. ICH BIN WIE DU Es gibt kaum eine Künstlerin, die sich wie Marianne Rosenberg immer wieder neu erfunden hat und zu der der Schlager eben einfach gehört. Mit 14 gewann sie einen Talentwettbewerb im Romanischen Café im Berliner Europa-Center. Unmittelbar danach nahm sie ihren ersten Erfolgs-Schmachthit für Mr. Paul McCartney auf. Ihr Dauerbrenner »Er gehört zu mir« schaffte es nicht über den Vorentscheid des Grand Prix, wurde aber trotzdem ein Riesenerfolg – und ist es bis heute. In den Achtzigern ließ sie sich von Punk und NDW begleiten, äußerte sich politisch kritisch und wurde zur Ikone der erstarkten Schwulenbewegung.

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