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showcases 2021-02 - Fokus Weiterbildung

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Noch immer hat die Corona-Pandemie die Veranstaltungsbranche fest im Griff. Wie sieht es mit der Zukunft des Aus- und Weiterbildungsmarktes aus? Denn damit beschäftigt sich diese Ausgabe von showcases, dem Magazin für die Event- und Unternehmenskommunikation von memo-media. Dafür haben wir wie immer Expert:innen ihres Gebiets an unseren virtuellen Roundtable eingeladen, stellen im Feature ausgewählte Lehrende vor und präsentieren im Themenspecial eine Auswahl namhafter Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Branche.

26/27 OPINION

26/27 OPINION memo-media.de INSIDE memo-media.de OHNE JOKER Der wirtschaftliche und existenzbedrohende Stillstand der Eventbranche durch die Pandemie hat gezeigt, dass die wichtigste Währung für politische Relevanz und Unterstützung aus Zahlen, Statistiken und wissenschaftlicher Substanz besteht. Mit der Studie ZÄHL DAZU sollen diese Zahlen erhoben werden. ZÄHL DAZU! WELCHE DATEN WERDEN ERHOBEN? MUSS MAN ETWAS »VORBEREITEN«? Es gibt acht Themenkomplexe. Diese beginnen mit allgemeinen Fragen zum Gewerbe beziehungsweise dem Unternehmen, danach geht es um die Haupttätigkeiten und welche Bereiche innerhalb der Branche abgedeckt werden. Im Anschluss kommt ein Zahlenpart, dafür sollte man vor allem wissen, wie die Umsatzzahlen in den vergangenen beiden Jahren waren. Der nächste Teil beleuchtet die Beschäftigten und Anstellungsverhältnisse und wie lange die Tätigkeistdauer in der Branche ist. Nach ein paar Angaben zur Person wird nachgefragt, mit welchen Agierenden der Branche kooperiert wird. Aus welchem Bereich kommen die Auftraggeber:innen und danach wer sind gegebenfalls die Auftragnehmer:innen? Ganz zum Schluss sollte der WZ-Code angeben werden. Die Beantwortung dauert circa 15 bis 20 Minuten. WER STECKT DAHINTER? VON SEBASTIAN PUFPAFF Krise? Welche Krise? Wer Heldinnen hat, der hat keine Krise. Und was haben wir Heldinnen: Baerbock, Scholz und Laschet. Wir müssen jetzt nur noch wählen, wer von unseren Heldinnen am ehesten die Kombination aus Punisher und Wonder Woman darstellt. Die Personalisierung der Politik hat ihre Vollendung erreicht. Die Erlöserin, der Erlöser tritt an die Stelle programmatischer Inhalte einer Partei. Ich möchte nicht von Führungspersonen als Heilmittel einer demokratischen Krise sprechen, da Heilmittel ein eher schwieriger Begriff ist. Da geht einem ganz schnell der rechte Arm hoch und die Demokratie flöten. ABER...in Berlin ist es mittlerweile ähnlich wie in Hollywood. Krisen brauchen Superheldinnen. Und Superheldinnen brauchen Krisen. Seit Jahren hält sich entsprechend der cineastische Trend Weltretter rettet Welt und das gerne in Form von Iron Man, Batman, Spider-Man oder auch gleichberechtigungsaufholgerecht Wonder Woman, Black Widow oder Stargirl. Weiterer Trend sind Rachefilme oder Vergeltungsmovies. In diesen Filmen voll katalytischer Gewalt übt die Heldin vollkommen gerechte und berechtigte Selbstjustiz aus. Ich muss gestehen, das tut gut. Wenn Sie tagsüber an der Fleischtheke angerempelt, Ihnen der Parkplatz vor der Nase geklaut oder Sie von irgendeinem Blödmann mal wieder angeraunzt wurden, dann abends 90 Minuten Vergeltung und Sie schlafen wie ein Baby. Interessant und nachdenklich machend ist die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die vielleicht mich für den Endgegner halten und meinetwegen den Vergeltungsfilm schauen. Aber lassen wir das, denn wir haben Recht und die anderen sind schuld. Das Äon des Comics, so dürften Archäologen unsere Ära zusammenfassen. Die Superheldinnenfilme sind ja nichts anderes, als die Satire unserer Welt, die Überhöhung der Tatsächlichkeit. Mittlerweile gibt es nur einen Makel, die Realität scheint die Fiktion nicht nur eingeholt, nein, sogar überholt zu haben. Ob Xi Jinping, Putin, Bolsonaro, Kim Jong-Un oder der frühere Präsident Trump, sie alle überflügeln in ihrer pervertierten Realitätsverklärung einen Pinguinmann oder Joker um ein Vielfaches. Ist nicht der Riddler einem Andreas Scheuer unterlegen, weil wir beim Andy deutlich mehr Fragezeichen verspüren als beim Comicschurken? Der Höhepunkt der Parallelen in Sachen Comic und Realität findet sich jetzt in der Findung des deutschen Ks wieder. Wer wird Kanzlerin? Catwoman oder Superman? Baerbock oder Laschet? Betrachtet man die Vergangenheit des Berliner Biotops, so fällt doch auf, dass es den Protagonisten entweder an Selbstlosigkeit mangelt oder die teflonhafte Zurückhaltung obsiegt. Das wollen wir beides nicht. In der Krise braucht man Führung. Also, wer ist die Heldin oder der Held unserer Zeit? Bedenklich stimmt hier, wer am Boden liegt, der stellt keine Fragen nach der Richtigkeit. Der wägt nicht ab und sucht nach Argumenten, sondern will einfach nur eine schnelle Lösung. Alle Macht geht vom Volke aus, so will es die Demokratie, aber in der Krise will das Volk diese Macht gar nicht haben. Wir wünschen uns den parentalen Schoss der Verantwortungslosigkeit, in dem wir knatschend, weinend, jammernd die Verantwortung abgeben können. Ach, gäbe es doch nur wahre Superheldinnen. Und jetzt? Vergessen Sie die Vergangenheit. Ziehen Sie einen Strich drunter. Blicken Sie in die Zukunft und fragen Sie sich, was will ich? Formulieren Sie Ihre Wünsche und dann schauen Sie ganz genau hin, was das aktuelle Angebot unserer Superheldinnen zu bieten hat. Foto: ZDF/Marcel Behnke VON KERSTIN MEISNER »Wer seid ihr, wie viele und was braucht ihr?« sind die ersten Tagesordnungspunkte am politischen Verhandlungstisch für Unterstützungsleistungen. Unsere Branche weiß aus Erfahrung, was nötig ist, um die Zukunft zu gestalten. Aber Bauchgefühl sorgt nicht für Hilfe, nicht für Mitbestimmung, nicht für Sonderprogramme. Gehört und damit unterstützt werden wir nur adäquat, wenn wir unserer Branche mit Zahlen und Fakten ein »Gesicht« geben. Als Crowd-Funding-Projekt wurden in wenigen Wochen 50.200 Euro gesammelt, um diese Studie in Auftrag geben zu können. Nun wurde am 13. April 2021 im Rahmen der Prolight + Sound BIZLounge der Startknopf für die Datenerhebung zur ZÄHL-DAZU-Studie gedrückt. Sechs Wochen lang werden die Daten erhoben, die Auswertung soll im August 2021 fertig und für alle Branchenmitglieder nutzbar sein. In Zukunft soll die Befragung einmal im Jahr stattfinden, um jederzeit verlässliches Datenmaterial zu haben. WER SOLL AN DER BEFRAGUNG TEILNEHMEN? ZÄHL DAZU richtet sich ausdrücklich an jeden Bereich der Veranstaltungswirtschaft. Dazu gehört sowohl das Haupt- als auch das Nebengewerbe. Ebenso ist es nicht ausschlaggebend, ob man sich mit seiner Geschäftstätigkeit komplett oder nur zum Teil der Branche zugehörig fühlt. Des Weiteren werden Business-Events genauso erfasst wie Freizeit- und Marketingveranstaltungen und damit alle Agierenden, die dafür sorgen, dass die Branche lebt. Was wichtig ist: Jede eigenständige Wirtschaftseinheit soll genau einmal an der Befragung teilnehmen. Stimmt euch innerhalb eines Unternehmens gegebenenfalls ab, wer die Fragen beantwortet. Die Beauftragung der Studie erfolgt durch die IGVW, der Interessengemeinschaft der Veranstaltungswirtschaft. Ein Zusammenschluss von Verbänden mit der gemeinsamen Aufgabe, das Fundament für die Zukunft aller Agierenden der Branche zu legen. Die grundsätzlichen Säulen dabei sind Bildung, Standards, Research und Kooperation. Diese Umfrage ist in Zusammenarbeit mit dem R.I.F.E.L.-Institut, der Technischen Universität Chemnitz und Vertreter:innen aus den Mitgliedsverbänden der IGVW und den breit gefächerten Bereichen der Veranstaltungswirtschaft entstanden. Der Fragebogen findet sich auf https://www.soscisurvey.de/zaehl-dazu/ MACHT ALLE MIT, ZÄHLT DAZU! The economic and potentially devastating effects of the shutdown in the event industry caused by the pandemic shows that the most important factors for political relevance and support consist of data, statistics, and scientific substance. The ZÄHL DAZU study is designated to provide these figures. INFO Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft e. V., 30834 Langenhagen Kontaktdaten auf www.eventbranchenverzeichnis.de

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