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showcases 2020-03 - Fokus Musik

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Deutschland ist eine in der Welt einmalige Kreativ-, Kunst- und Kulturnation. Anders als in der Geschichte wird sie diesmal nicht durch politische Gewalt erschüttert. Wir alle, die wir diese Kulturnation bilden, sind in Gefahr geraten, diese Pandemie nicht zu überstehen. Die große Politik hat immer noch nicht verstanden, worum es geht. Wir fordern keine Unvorsichtigkeiten und keinen Leichtsinn bei den Lockerungen, sondern politische Hilfestellungen, die wirklich konkret nützen. Da hilft es wenig, wenn regierungsnahe Kulturfunktionäre von Hartz IV als Segen für Künstler*innen schwadronieren. Es gibt kaum eine Branche in Deutschland, die so von Eigeninitiative und Tatkraft geprägt ist, wie die unsere. Ein gutes Dutzend Protagonist* innen stellen wir in dieser Ausgabe vor, weil wir die Gesichter dieser Branche, die wir lieben, zeigen wollen. Die ausführlichen Interviews findet ihr alle im Blog auf www.memo-media.de. Und weil wir auch den Nachwuchs lieben, stellen wir den aktuellen Sprungbrett-Preisträger Johann Prinz vor. Aber auch die Arrivierten haben bei uns Platz. Helge Schneider und Guildo Horn räumen wir vier Seiten gerne ein. Und Stefan Behr von Theater Anu mahnt uns, nie stillzustehen und uns immer wieder neu zu erfinden.

10/11 FEATURE

10/11 FEATURE memo-media.de Seite der Sarah Connor. Als Gasthörerin beschäftigte sie sich an der Freien Universität Berlin mit Philosophie. Und auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms 2015 nahm sie für mehrere Monate eine syrische Mutter mit ihren fünf Kindern auf. Im April 2019 erschien das Lied »Vincent«, welches das Coming of Age eines homosexuellen Jungen beschreibt. Der Song wurde von einigen Rundfunksendern gar nicht oder nur zensiert gesendet, weil er ihnen mit der Zeile »Vincent kriegt kein’ hoch, wenn er an Mädchen denkt« zu explizit war. Kurz darauf veröffentlichte sie das Album »Herz Kraft Werke«, das sie mit »Vincent« aufmachte. Der vermeintliche Skandal tat dem Erfolg keinen Abbruch; so erreichte Sarah Connor gleich in der ersten Woche der Veröffentlichung Platz 1 der deutschen Albumcharts. Im April 2020 veröffentlichte sie die Single »Sind wir bereit?«, mit der sie zur COVID-19-Pandemie Stellung bezog. Sarah Connor hat sich mit Aufrichtigkeit Respekt verdient. Geiles Leben Carolin Niemczyks und Daniel Grunenbergs musikalische Ursprünge liegen in der christlichen Popmusik. Sie benutzten auch schon mit der Kirchenpopband Crazy Flowers eigene deutsche Texte. Die beiden sind seit 2006 privat ein Paar. Der Glaube an das Mystische hat sie nicht ganz losgelassen. Als musikalisches Duo griffen sie nach dem Hermann-Hesse-Titel »Das Glasperlenspiel« als Bandnamen. Das Buch war das letzte große Werk des Nobelpreisträgers für Literatur und malte auf dem Carolin Niemczyks und Daniel Grunenbergs sind Glasperlenspiel historischen Hintergrund der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland eine Vision von Humanität und Geist. Alle drei stammen übrigens aus dem protestantischen Südwesten Deutschlands. Hermann Hesse war vor fünfzig Jahren die bevorzugte Lektüre der Hippies und beeinflusste Bands wie Santana und Steppenwolf. Weltweit. Zusammenhalt ist den beiden jungen Musikern auch heute sehr wichtig. Ihre Titel sind aufrichtig. Über den Bundesvision Song Contest 2011, bei dem sie für ihre Heimat Baden-Württemberg antraten, wurden sie einem größeren Publikum bekannt. Seit 2014 singen Glasperlenspiel die Titelmusik der RTL-Soap »Gute Zeiten, schlechte Zeiten«. 2015 traten sie als Vorband für Helene Fischer auf. Mit ihrem bekanntesten Lied »Geiles Leben« nahmen sie 2015 erneut für Baden-Württemberg beim Bundesvision Song Contest teil – und 2020 beim Free European Song Contest von Stefan Raab für Polen, woher Carolin Niemczyks Familie stammt. Der neueste Song heißt »Immer da«. Die beiden schaffen es immer wieder neu, echte Gefühle, ohne den sonst üblichen Kitsch, zu vermitteln. Bei Josh. lohnt das hinhören Gefühls~ echt Sarah Connor hat die Muttersprache für sich entdeckt Cordula Grün Josh. (mit Punkt) alias Johannes Sumpich auf einen Wiesn-Hit zu reduzieren, täte dem erfolgreichen Wiener Sängerburschen Unrecht an. Wer genau hinhört, erkennt, dass »Cordula Grün« einen anständigen Text hat, den man * frau auch unterhalb von 0,5 Promille ertragen kann. Qualtinger wäre zu hochgegriffen, aber die Tradition von Fendrich oder Ambros setzt der 32-Jährige schon fort. »Cordula Grün« entsprang im Tonstudio seinen

memo-media.de Axel Bosse hat das Zeug zum Ohrwurm Fotos: Arton Sefa, Max Parovsky, Universal Music/Nina Kuhn, Tim Brüning, Cat-Music-Verlags GmbH/Jim Rakete Songwriter-Gehirnzellen, ohne dass eine konkrete Menschin adressiert wurde. Und als Sommerhit wurde der Song auch nicht konstruiert. Glück gehört zur Karriere als elementare Zutat eben dazu. Aber auch gutes Timing für eine Veröffentlichung. Dabei fing alles mal mit klassischer Gitarrenmusik an. Seine erste Veröffentlichung war mit einem Gitarren-Quintett aufgenommen. Er studierte fünf Jahre Musik. Dann hörte er Element of Crime. Nach ersten Auftritten zur Gitarre alleine wurde es poppig. Ohne den österreichischen Musikfonds wäre aber wohl nichts passiert, denn aus der Mann-mit-der-Klampfe-Nummer und dem Halbtagsjob in die Karriere auszubrechen, ist schwer. Inzwischen legt er die Gitarre beiseite. Dem Gesang ist das »Ohrenmerk« gewidmet. Mit dem neuesten Song »Wo bist Du?« vertrat er Österreich beim Free European Song Contest 2020 und beweist auch im zweiten Sommer danach, dass ein Wiener gefühlsecht kann. Augen zu Musik an Der 40-jährige Braunschweiger Axel Bosse wird gemeinhin dem Indie-Pop zugerechnet. Mit 17 hatte er bereits als Sänger der Band Hyperchild einen ersten Plattenvertrag mit einem Major- Label. Ein Teenager-Traum. Nach Auflösung der Band macht er unter seinem Nachnamen Bosse alleine weiter. 2013 gewann er gar den Raabschen Bundesvision Song Context für Niedersachsen. Er selbst ist bodenständig, wie auch seine Texte und Lieder. Ein Niedersachse halt. 2019 spielte er in Jena für Fridays for Future. »Alles ist jetzt« ist sein zwei Jahre altes, immer noch aktuelles Album. »Augen zu Musik an« ist darauf der große Hit und hat sich zu einem waschechten Ohrwurm entwickelt. Axel Bosse hat Mut zum Unerwarteten. Im Video von »Hallo Hometown« trägt er Vokuhila, in »Augen zu Musik an« eine scheinbar besoffene Anna Maria Mühe. Da zeigt sich augenzwinkernde Aufrichtigkeit. Seine Haltung ist eindeutig, laut, gegen jede rechte Deutschtümelei und jeden rechten Dünkel. Wunder gibt es immer wieder Auch Katja Ebstein schlägt die Trommel und fürchtet sich nicht. Seit mehr als fünf Jahren. Einen langen Weg hat sie mit geradem Rücken zurückgelegt. Die Begegnung und Zusammenarbeit mit ihrem späteren ersten Ehemann Christian Bruhn war der Lift-off ihrer Karriere. Sein »Wunder gibt es immer wieder« brachte ihr 1970 in Amsterdam beim Grand Prix Eurovision de la Chanson einen phänomenalen dritten Platz ein. Die Karriere war auf Anhieb international. Ebstein machte nach dieser ersten Karriere erfolgreich Schauspiel und Musical. Sie wollte ja eigentlich überhaupt nicht Sängerin werden, sondern Malerin. Seit 1975 präsentiert sie Heine, dann Hüsch und Gernhardt. Hauptsache Literatur. »Wunder gibt es immer wieder« oder »Theater« sind nicht nur Jahrzehnte, sondern ganze Lichtjahre von einer Helene Fischer entfernt. Die Karriere war nicht geplant. Sie ergab sich durch Talent und Können. Katja Ebstein ist mit ihren aufrichtigen Programmen immer noch unterwegs. Sie liebt Bühne, Publikum und Musik. Gesellschaftliches Engagement ist ihr elementar. Katja Ebstein vertritt eine Haltung, in der nichts berechnend ist. Ihre Lieder sind nicht auf schnelle, narkotische Wirkung gebürstet. Die Sinnhaftigkeit ordnet sich nicht den eintönig hämmernden Beats heutiger Schlager unter. Sie waren und sind gefühlsecht, deshalb sind sie auch 2020 noch anzuhören. Sie war immer politisch und ist jetzt noch politisch. Katja Ebstein ist ein gutes Vorbild für junge Künstler * innen, und ihre Lieder sind ein passender Maßstab, sich vom emotionalen Porno anderer zeitgenössischer Produktionen zu verabschieden. Katja Ebstein would rather not be considered part of what is today considered German Schlagermusik. German-language songs is perhaps the proper term for the pieces written over the past decades by such successful composers as Peter Thomas or Christian Bruhn. Katja Ebstein is certainly the Grande Dame, who achieved international success 50 years prior to Deutsch-Pop acts at the ESC. Performers such as Sarah Connor have taken a liking to the German language, Carolin Niemczyk and singer and keyboarder Daniel Grunenberg demonstrate impressively that E-Pop goes together well with German texts. Josh. from Austria is more than just another singalong summer-hit songster, and Axel Bosse is actually an accomplished Indie-Pop performer. So there are indeed young performers who follow proudly in Katja Ebstein’s footsteps and make authentic music which puts to shame the emotional porno spewed to market by other contemporary producers. INFO Kontaktdaten auf www.eventbranchenverzeichnis.de

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