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showcases: 04/2015

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In dieser Ausgabe wird reichlich gebaut und gewerkelt, geleuchtet und projiziert. Es geht im Schwerpunkt um Bühnen- und Sonderbauten, Design und Bühnenarchitektur und auch Bühnenprojektionen in Kombination mit Live-Performance. Für das Glossary konnten wir Bazon Brock als Gastautor gewinnen. Im Portrait packt die Gewinnerin des Deutschen Kabarettpreises Christine Prayon aus und im Bereich Outdoor zeigen wir, wie ein stolze Stadt sich selbst feiert: KA300. Im Services gehen wir einen Schritt weiter in die Zukunft mit den futuristischen LED-Kostümen von Slava Brud und in der Sparte Technical Rider berichten wir über eine Legende, die zurückkehrt: Das U 47 fet.

10/11 Feature

10/11 Feature memo-media.de Urbanscreen bespielen Sydney Ein Ufo: zum Abheben bereit Die Recyclingastronauten von Labor Fou Das fette Haus Beim österreichischen Skulpteur Erwin Wurm geht es handfester zu. Was er macht, ist größtenteils zu greifen. Und zwar manchmal recht unverblümt. Besonders seine »Fat«-Werke, bei denen er das Statussymbol Haus oder Auto adipös aufbläst, sind zu erwähnen. »Am I Still A House?« war ein solcher Angriff auf Seh- und auch Fühl-Gewohnheiten im Skulpturenpark Waldfrieden der Cragg Foundation in Wuppertal. Man sieht das Haus und möchte es umarmen. Das ist Kunst. Der Skulpturenpark ist übrigens ein feiner Hotspot für Events, der bislang noch nicht bis auf die Knochen von »me too«-hungrigen Eventmanagern abgenagt ist. Das dunkelblaue, schwebende Wurmsche Sportcoupé im niederländi schen Kröller-Müller Museum ist durch die Schwerkraft und deren Aufhebung schon eine Wunder-Flunder (UFO, 2006). Es gibt einen hochglänzenden roten Fat Car Convertible-Porsche von 2005 oder einen gefalteten VW-Bus von 2006. Seine »Minute Sculptures« können überall und allzeit stattfinden: auf einer Straße, zu Hause oder in einem Hotel. Jede Skulptur existiert dabei nur für eine einzige Minute, bevor die Schwerkraft wieder zuschlägt. Alles fällt in seinen natürlichen Zustand zurück und der einzige felsenfeste Zeuge ist ein Video oder Foto. Andere werden für 15 Minuten berühmt. Tja, und gelegentlich stellt Erwin Wurm sogar ein ganzes Haus einfach auf den Kopf oder lässt eine verdrehte Yacht auf einem Dach stranden. Tatsache! Ein Schiff wird kommen Ein Boot anlanden können die Jungs der neuen, zeitweisen Köln- Düsseldorfer-Schifffahrtsgesellschaft Labour Fou. Es kann aber auch ein UFO sein, das in diesem Fall kein fetter Zuffenhausener o. Ä. ist, sondern ein kreisrundes Objekt aus aufgehäufelten Recyclingmaterialien, das durchaus den Eindruck macht, dass es gleich abheben könnte. Ausgangspunkt ist dabei die Tatsache, dass die Welt ganz anders ein könnte, als sie ist. Das Münchner Schiff heißt heuer »Belafou«, besteht aus zwei Abfall-Containern und ist ein temporäres Heim für Reisende, Flüchtlinge, Utopi s- ten und Sehnsüchtige. Es transportiert Gedanken, Visionen und Träume. An der Schnittstelle zwischen Kommerz und Kunst kön nen Bauten und Maschinen aus wiederverwendeten oder wiederverwendbaren Materialien entstehen, die von einer ungewohnten Schönheit von Provisorien zeugen. Das passt. Auch Events sind Provisorien, sie sind ebensolche Anleihen an die Zeit. »Die Gegenwart ist nicht ohne Ausweg!«, heißt es bei den Jungs. Das gibt Trost und steckt ein erreichbares Ziel. Der Kurs ist gesetzt: »Volle Vorstellungskraft voraus!«. Die Jungs sind gleichzeitig Entdecker und eine große Entdeckung.

memo-media.de Soziale Nachhaltigkeit: In der Jugendhilfewerkstatt wird für das Gepa-Jubiläum geschafft Der Tausendsassa Fotos: Andreas Schäfer, Labour Fou, Eventlogistic/Peter Koewenig Ein ebensolcher begnadeter Tausendsassa ist Eventbaumeister Wilfried Heinz von Eventlogistic in Solingen. Yo, der schafft das! Er ist Logistiker, gelernter Schreiner und Kaufmann. Viel wichtiger, er ist flexibler Problemlöser und Realisator. Er baut zum Beispiel für eine Messe eine Whiskydusche, die den Duft der Orkneyinseln versprüht. Aktuell verwandelt er den Washingtoner Platz in Berlin in eine riesige Streetart-Landkarte für das Land der Ideen. Er baut riesige Bühnen mit verborgenen Überraschungskammern und ferngesteuerten Leinwandklappen aus Garagentorantrieben. Für ein Kunstausstellungsprojekt beschafft er die benötigten Videomonitore aus Kostengründen auch mal eben beim Aldi. Bei Ebay starten diese dann in ein zweites Leben. Nachhaltigkeit heißt nicht nur die dazugehöri ge Besenreinheit inklusive fachgerechter Entsorgung bei einem Event, sondern durchdachte Konzepte bis zum letzten Schritt. Für das Jubiläum der Fairtrade- Company Gepa ließ er eine dauerhafte Skulptur aus Cortenstahl in einer Jugendhilfewerk-statt von Kids schweißen, die es in ihrem erst kurzen Leben nicht einfach hatten und dort den Einstieg in ein geordnetes Arbeitsleben versuchten. Wilfried Heinz kann Kunstausstellungen im Europaparlament angemessen aufbauen und ist zuweilen auch in Russland oder in Dubai im Einsatz. Er entwickelt Mini-Tools für Shop-Promotions oder optische Eye- Catcher im Megaformat. Andere Kanäle Eventbühnen müssen nicht nur mit dem ewigen 90-Grad-Winkel aus den ewig gleichen LED-Panels abgehangen werden, Messestände gedankenlos verwechselbare Schachteln sein, Promotions ideenlos nach Lächel-Schema »F« ablaufen. Es gibt Dienstleister, Künstler und Leistungen, die den Eventhorizont erweitern und den Fels des gewohnten Rituals leicht sprengen können. Es gibt sie, die Konzept-Kapitäne, die andere Kanäle ansteuern und viel zielgenauer Kurs setzen. Botschaften brauchen Umgebungen, die sie als relevant erscheinen lassen, damit sie gelernt und nicht schnell wieder vergessen werden. Das belegt die Hirnforschung. Nicht nur das Eventdesign, schon die Konzeption muss dafür auf Überraschung setzen. Bei dieser Aufgabe braucht niemand allein zu bleiben. Festival der Ideen: Eventlogistic macht Street Art im King-Size-Format möglich Not all event stages inevitably need to be suspended at a 90°angle from the ever-present LED panels, expos need not necessarily be interchangeable bland one-size-fits-all, promotion campaigns must not be based on the routine smile-and-sell approach. There are service providers, performers and ideas which expand the event horizon and easily avoid the pitfalls of rituals and routines. They are out there, the concept captains navigating other channels and much more accurately laying course for destinations and targets. Messages need a setting that makes them appear relevant to make sure these messages are leaned and not rapidly forgotten, and that’s a fact substantiated by brain researchers. So it’s not only event design itself, but already the conception which bears the potential for surprise. And nobody needs to do all this by himself. info Alle Kontaktdaten finden Sie auf www.memo-media.de

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