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showcases: 04/2014

Wir geben uns gerne die Mühe, für Sie die Diamanten unter den vielen Kieseln am Strand der E- und U-Kultur herauszusuchen. Für uns ist das pure Entdeckerleidenschaft und so finden wir auch die besonderen Klangkünstler, DJs und Lichtartisten für Ihre Events. Wir leuchten immer wieder in die Geschichte hinein und erhellen die Hintergründe. Dieses Mal tut das der DJ und Mayday-Mitbegründer Westbam für uns als Gastautor. Da wir aber auch gerne in die Zukunft schauen, sind wir ganz begeistert von dem Künstlerquartett Data Garden aus Philadelphia, das mit lebenden Pflanzen tanzbare Biofeedbackmusik macht. Ein weiterer solcher Edelstein ist die Schwertschluckerin Jewels, der wir ein Portrait gewidmet haben. Das GlasBlasSing Quintett ist eine weitere Preziose, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Und unsere Artistenschüler aus Berlin, die wir seit drei Jahren begleiten, kommen nun schon in die Pubertät. Emily hat ihre Ausbildung leider abgebrochen. Tim und Luzie machen aber weiter. Die Ausbildung an der staatlichen Artistenschule verlangt den Kindern viel ab. Artisten sind Leistungssportler!

10/11 Feature

10/11 Feature memo-media.de Hanna Hansen ist bei Events sehr gefragt Der neue Phillysound von Data Garden mit Biofeedback Der Techno-Pionier Westbam dings an den Plattentellern. Die erste »Mayday« veranstaltete Westbam dann selbst am 14. Dezember 1991 in Berlin-Weißensee: Das dezibelschwangere, scannerzuckende »Uffta, uffta, uffta, uffta« ist seitdem auf den Tanzböden Europas zu Hause und weiß Gott nicht mehr zu überhören. »Blue, blue, electric blue That's the colour of my room« Überraschend intensives musikalisches Slow Food ist dagegen bei Klangkünstler Peter Schilske als Ohrenfutter in der Angebotstüte. Der Mann ist von Haus aus Gitarrist und zaubert entzückend abstrakte Klänge aus einer Reihe von Effektgeräten in Kombination mit steinalten Elektrogitarren, gerne auch mit so genannten Lap Steels. Da werden die Seiten nicht mit den Fingern gegriffen, sondern die Tonhöhe mit einem Stahlbarren verschoben. Die damals verarbeiteten Hölzer bringen ihn manchmal sogar in Konflikt mit den Umweltschutzbeauftragten. Die Teile sind einfach Jahrzehnte älter als die aktuellen Schutzbestimmungen für Tropenhölzer. Schilske macht Hörspiele, live auf der Bühne und im Studio. Gern kombiniert er elektrische Töne mit der altklassischen Foleytechnik. Das Gehufe von Pferden schlägt er dann schon mal mit Kokosnusshälften. Für den »Orientzyklus« mit Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar, dem Hörspiel in zwölf Teilen nach den Reiseerzählungen von Karl May für den Westdeutschen Rundfunk, gab es den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Er geht inzwischen nicht nur bei Radiosendern ein und aus. Er ist auch Sounddesigner, Musiker und Komponist für Film, Theater und Kunstausstellungen. »wHere I will live Blue, blue« Eine der besten deutschen weiblichen und wenigen wirklichen Groove-Artisten unter den DJs ist im Friedwald bei Bad Münstereifel zu den Klängen von Cafe De Flore im Frühjahr (viel zu jung!) vom Line-up der Lebenden verschwunden. Kaum jemand vermochte sich so wie Kerstin Eckstädt aka DJ Kic mit seinen Beats an eine Melodie anzuschmiegen. Das konnte sie im Studio, über dem Dancefloor und live auf der Eventbühne. Krebs. Scheißsterblichkeit! Das Ding müssen jetzt andere grooven. Die Plattenteller der verwaisten SL-1210 Mark 2 bleiben aber nicht lange allein: »The Show Must Go On«. Mit DJane Betty Bizarre oder Hanna Hansen zum Beispiel. Erstere ist spezialisiert auf Techhouse, House, Electrohouse. Dass die Dame, die regelmäßig auf der »Loveparade«, bei »Ruhr in Love«, im Cocoon Club oder Bootshaus auflegt(e), ein Faible für Lack und Latex hat, ist nicht zu übersehen. Beide werden übrigens auch als Models gern gebucht, ihr »Auflegen« ist echt und kein »Als-ob« zum Playback vom Rechner!

memo-media.de Der Sounddesigner Peter Schilske (r) beim Live-Hörspiel »Pale blinds drawn all day Nothing to do, nothing to say« Fotos: Ian Crammer, Costa Belibasaki, music4friends Entertainment GmbH, LJ Recordings/Oliver Rath, ZDF/Ian Crammer Stroboskope und drehende Ölscheiben sind Sechziger, Scanner und Moving Lights Achtziger! Im 21. Jahrhundert wirft man keinen Schein mehr, sondern nutzt die fixen Strahlen mit den 299 792 458 Metern Lichtgeschwindigkeit pro Sekunde, um quecksilbrige Muster und Bilder auf zweidimensionale Flächen und dreidimensionale Körper zu zaubern. Meister darin sind die Jungs des Künstlerkollektivs Urbanscreen aus Bremen. In ihren noch jungen Jahren wurden sie bereits für etliche erlauchte Preise nominiert und haben diese auch abgestaubt: den Cannes Design Lion, den deutschen ADC Award und den German Lighting Design Prize. Bis Ende 2014 bespielen sie den riesigen Hohlzylinder des Gasometers in Oberhausen, den der Verpackungskünstler Christo gern mit Materie füllt. Urbanscreen tun das mit Energie. Moment mal, ist Energie nicht gleich Masse/Materie mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat? Einstein. Sei es so! Im Kosmos des Gasometers toben sich Urbanscreen auf 320° und der nach innen gewölbten Fläche eines hochkant gestellten Fußballfeldes aus. Muster wie Lichtstrahlen durch Jalousien kriechen die ehernen Wände hinauf und tanzen eine packende Choreographie. Das Licht strömt mit der Leichtigkeit eines Gases, das den Raum ehemalig füllte. Das Ballett der Barcos vollzieht die Evolution des Punktes von der ersten in die dritte Dimension. Die Oberfläche des berühmten Opernhauses von Sydney musste dafür auch schon ihre Betonhaut bestrahlen lassen. Ein optischer Urknall! »Waiting for the gift of sound and vision« Wir haben die Zukunft des Dancefloors gesehen. »Data Garden«, ein Quartett aus Philadelphia, entlockt seine Beats lebendem Material und lebendigen Wesen: der Flora. Zu bioenergetischen Beats stampft eine neue Avantgarde auf den Dancefloors und reckt die Arme nun rhythmisch zum pulsierenden Chlorophyll in den Himmel. Während das Electric Picnic in Irlands Mitte mit Portishead oder den Pet Shop Boys noch eine seinerzeit geniale wie glorreiche Sound-Vergangenheit beschwor, im letzten Jahr sogar Brachialsounds von Massive Attack in gehörknöchelchenzertrümmernder Lautstärke bei der Ruhrtriennale earthquakten, so stellten die ARTE-Spurensammler von »Tracks« den neuen und feinädrigeren (Philly)-Sound unlängst in Vive-la- info DJane Betty Bizarre hat ein Faible für Lack und Latex Niemand groovte so rasant sanft wie DJ Kic (r) France und Good-old-Engineering-Germany vor. Dank Midi- Sprouts sind grüne Pflanzen die Taktgeber. Mit Elektroden an den Blättern werden die elektrischen Impulse, die bei der Photosynthese in der Pflanze ablaufen, an einen Rechner weitergegeben. Anschließend wandeln Audiosoftware oder Synthesizer diese Impulse in Sounds um. Die Zukunft gehört der Biofeedback-Kunst und -Musik. Plants don’t lie! Germany is an interesting destination for development and sophistication of musical developments, but it is also a remarkable source of such trends – where would electro-pop be without Kraftwerk. The radio-DJ Alan Bangs gave German some more musical lessons, and they in return became trailblazers themselves with Westbam and Rainer Wengenroth. And it's not only men at the turntables anymore. Kic, Betty Bizarre or Hanna Hansen have found their place in the BJ booths, and they have no intention of moving aside. The avant-garde is now at home in Bremen and Pennsylvania. The future of light lies in quicksilver pictures, and music in the future will be picked up and played by apples or ficus trees. Alle Kontaktdaten finden Sie auf www.memo-media.de

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