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showcases: 01/2015

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Diese Ausgabe haben wir mit einem Riesenappetit zusammengestellt. Auf 52 Seiten ist ein Menü angerichtet, das Ihnen hoffentlich schmeckt und Ihnen aber auch neue Reize beschert. Wir stellen die überraschende Unterwasserwelt des Käptn Peng vor, Musik mit den schönsten deutschen Texten, aber auch die erste unserer beiden Sprungbrettpreisträgern 2014 von der staatlichen Artistenschule in Berlin: Josefine Zintel, oder kurz Fine, eine leidenschaftliche Trapezartistin. Der ausführliche Ausblick auf die internationale Kulturbörse darf natürlich auch nicht fehlen, wo die beiden Preisträger live zu sehen sein werden. Und dann wird es lecker. Wir beleuchten das Thema Catering wirklich von allen Seiten und stellen Ihnen spannende neue Konzepte vor. Fachleute wie Oliver Wendel und Fabian Kelly klären auf und Sarah Wiener öffnet uns ihre Gedankenwelt. Und nicht nur Sarah Wiener ist weit gereist. Das Varieté­Duo Klirr deluxe startet sein ureigenes Indien-­Experiment.

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36/37 Portraitmemo-media.degeschüttelt,nicht gerührt.Josefine Zintel, kurz Fine, ist die Vesper unter den Martinis:Wild und ungezähmt überzeugt sie mit ihrer Darbietungam Schwungtrapez – und erhielt dafür den zum ersten Malvergebenen Sonderpreis »Sprungbrett 2014«.Der klassische Wodka Martini besteht aus zwei Teilchen,den Geschmacksmolekülen und den Alkoholmolekülen.Er wird gerührt, so dass die Bestandteile sich nurlangsam vermischen. Doch geschüttelt, als sogenannteVesper, entfaltet sich der ganze Geschmack schon beimersten Schluck. Mit einem Augenzwinkern gleicht ebendiese Vesper-Variante der artistischen Darbietung vonFine Zintel. Denn diese hebt sich vom ersten Augenblickan durch die spürbare Kraft und Energie von anderenPerformances ab, die sich sanft in der Luft schwingendlangsam aufbauen.»Ehrlich gesagt, ich mag eben dieses elegante, zarteSchwin gen auf dem Trapez nicht. Solche Shownummernfand ich immer viel zu mädchenhaft,« erklärt die heute19jährige Artistin etwas zögerlich. »Dieses Weiche entsprichteinfach nicht meinem Charakter.« Den wiederumbringt die Schwungtrapez-Artistin während ihreraktuellen Darbietung präzise auf den Punkt. Im knappen,schwarzen Lederhöschen und Bustier, die Haareseitlich abrasiert, schwingt Fine energisch und vollerElan auf ihrem Trapez. Sofort ist spürbar, dass die jungeArtistin keinerlei Berührungsängste mit ihrem Requisithat. Ihre Übergänge sind dynamisch, ja fast schon dramatischund treiben ihre Darbietung an. In Kombinationmit rasanten, starken Abfallern lässt die Show das Publikumkaum eine Sekunde Luft holen.Und diese Energie zieht sich durch die gesamte Lebensgeschichteder Artistin. Geboren in Ihringshausen,einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Kassel, begeistertesich Fine schon als junges Mädchen für Sport. »Ich warschwimmen, habe Kampfsport gemacht, ich musste micheinfach immer bewegen. Und doch bin ich nie bei einerSportart geblieben. Keine hat mich je wirklich gefesselt,« erinnertsie sich. Bis eine Freundin sie mit acht Jahren zumKinder- und Jugendzirkus Rambazotti e. V. mitnahm. »Ichwar vom ersten Moment an fasziniert. Diese Vielfalt, die inder Artistik möglich ist, die ganzen Möglichkeiten, sich auszudrücken,das hat mich sofort in den Bann geschlagen.Und schon damals war das Trapez für mich mein Requisit.«Das spürten auch ihre Trainer, denn Fine gehört schnell zujenen, die täglich zum Training kamen. »Man kann schonsagen, dass die Artistik eine Droge für mich ist. Mir war sofortklar, dass ich nichts anderes mehr machen möchte.«Mit elf Jahren entschied sie dann, den Weg einer professionellenArtistin einzuschlagen. Durch die Trainer desKinder- und Jugendzirkus in Kassel erfuhr sie von der StaatlichenArtistenschule in Berlin. »Das passte alles wunderbar.Mein Vater lebte damals in Berlin. So hatte ich einenAnkerpunkt dort. Überhaupt haben meine Eltern mich immerunterstützt. Es gab nur eine einzige Bedingung: Ichmusste mein Abitur machen. Aber das war ja in Berlin keinProblem«, erzählt sie ganz entspannt. »Also sind wir zumTag der offenen Tür gefahren.«Doch da endete der Traum der Elfjährigen erst einmal.»Ich war zu jung, um aufgenommen zu werden. Damalskonnte man als Schüler erst ab der neunten Klasse einsteigen.«Doch die Trainer der Artistenschule rieten ihr, wiederzukommen.Und passend zu dem Ehrgeiz, der in der jungenFoto: John Evjen

Artistin steckt, kam sie wieder. Drei Jahre später und voller Leidenschaftund einem unbändigen Willen – und bestand natürlich aufAnhieb die Aufnahmeprüfung. »Mit 14 Jahren war ich meinemTraum ganz nah. Auch wenn ich sehr früh selbstständig werdenmusste und sicher manchmal meine Eltern oder einen stärkerenHalt gebraucht hätte, niemals hätte ich die Ausbildung aufgegeben«,sagt sie rückblickend.Welch Kämpfernatur tatsächlich in ihr steckt, bewies sie, als einFahrradunfall sie zwei Jahre später für vier Monate außer Gefechtsetzte. »Alle denken immer, dass die schlimmsten Verletzungenbeim Training passieren. Aber dort habe ich mich nie verletzt. Undplötzlich, in der Freizeit, geht vor mir eine Autotür auf – und zack,war es erst einmal vorbei.« Was folgte, war eine Operation am linkenKreuzband im Knie. »Mein Trainer Jens Becker und die Artistenschulehaben sich sehr um mich und meine Gesundheit gekümmert.Spezialisierte Sportärzte haben mich untersucht und beraten.Es war ein wirklich gutes Gefühl, dass sich alle so gekümmerthaben.« Und ganz langsam erholte sich ihr Körper wieder. DieArtistenschule Berlin gewährte ihr die Schulverlängerung für einweiteres Jahr. Und schneller als Fine selbst dachte, gelangen auchdie ersten Übungen am Schwungtrapez.»Wieder auf meinem Schwungtrapez zu sein, war wunderbar.Aber ich musste auch die Zeit nachholen«, schildert Fine beinah gelassen.Doch was so gelassen erscheint, machte steten Eindruck aufandere. »Fine war immer länger in der Turnhalle als die anderen.Sie hat härter trainiert, wollte immer mehr«, schildert ihr Mitschülerund Sprungbrett-Gewinner Mario Espanol.Darüber schmunzelt Fine leicht. »Schwungtrapez und Artistiksind so eine Art Grundbedürfnis für mich geworden. All dieSchmerzen und den Muskelkater nehme ich gerne in Kauf, wennich dafür in der Luft sein und schwingen kann.« Das sahen die Jurorendes Artisten-Nachwuchspreises Sprungbrett genauso. Undübergaben ihr zum ersten Mal einen Sonderpreis. »Aufgrund ihrerVerletzung hätten wir keine Möglichkeit gehabt, sie auszuzeichnen,da sie an keiner weiteren artistischen Prüfung teilnehmenwird. Und diese Dynamik, diese Wildheit und dieser Biss muss honoriertwerden«, meint Kerstin Meisner von der Jury. »Ich freuemich total auf die Kulturbörse in Freiburg«, lacht Fine. »Ich binschon gespannt darauf, zu sehen, wie das Publikum auf mich reagiertund hoffe, dass mich der Auftritt beim Varieté-Abend weiternach vorne bringt.«Und da ist er wieder: der unbändige Wille und der Ehrgeiz, derdie zierliche Frau prägt. Wir sind uns sicher, dass genau diese Eigenschaftensie weiter tragen werden. Fine – von dir werden wir allenoch viel sehen. Wir freuen uns darauf!Josefine Zintel aka Fine is the Vesper among the Martinis: with herwild and untamed performance at the trapeze, she easily convinced the jurorsto award her performance with the first-time special prize Sprungbrett2014. Trapeze and artistic have become somewhat of a basic requirementfor this incredible petite gymnast. She gladly puts up with all the pain andmuscle ache from training as long as she can soar and swing in the air.Musikalische Konzepte&KünstlervermittlungfürCorporate Event,Inszenierung, Sportevent,Roadshow, Incentive,Gala, ...infoJosefine Zintel, 13088 BerlinDie Kontaktdaten finden Sie auf www.memo-media.deWWW.TONKOEPFE.DE

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